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5. Runde in Mülheim an der Ruhr gestartet

31. Januar 2012, Mülheim an der Ruhr

Am 31.1.2012 fand die Auftaktveranstaltung der 5. Runde ÖKOPROFIT Mülheim an der Ruhr bei der Kreishandwerkersschaft Mülheim an der Ruhr - Oberhausen statt.


Wasserverbrauch, Mülltrennung, Heizkosten – all das gilt es in einem Unternehmen auf Energieeffizienz zu prüfen. Egal ob Handwerksbetrieb oder Großkonzern, Einsparpotenziale gibt es in jedem Unternehmen. Das Ziel: neben der Energie auch Kosten zu senken.
„Eigentlich waren wir der Meinung, wir machen schon viele Dinge, die in ökonomischer und ökologischer Hinsicht erfolgversprechend sind“, meint Kurt Essers, der einen Bedachungsbetrieb führt.
Für den Handwerker war das die Möglichkeit, sich selbst zu überprüfen: „Wir stellten fest, dass man trotzdem besser werden kann.“ Er stattete seine Fahrzeuge mit GPS aus, so dass Fahrtrouten verbessert wurden.
Etwa 5.000 bis 7.000 Euro an Fahrtkosten kann Essers so pro Jahr einsparen – 20 Prozent der bisherigen Kosten.

Neben dem Umweltschutz ist das Geld wohl einer der wichtigsten Gründe für Firmen, sich zu beteiligen. Und die Mühen auf sich zu nehmen, Prozesse zu überdenken und umzustellen.

„Wir sind aktuell dabei, das Abfallmanagement zu sortieren“, sagt Anke Werner, stellvertretende Geschäftsführerin des Diakoniewerks Arbeit und Kultur, das „ein Betrieb mit hohen Energiekosten“ ist. „Wie können wir differenzierter trennen, verwerten und so auch reduzieren und damit Kosten sparen? Denn Müllentsorgung ist teuer.“

„Auch die Technik wird unter die Lupe genommen und auf dem aktuellen Stand gehalten“, sagt Projektleiterin Dr. Natalia Balcázar von der Duisburger Unternehmensberatung EnviroPro, die die Betriebe während des Projekts betreut und auf die Zertifizierung vorbereitet.

Auch nach der Zertifizierung bleiben die Unternehmen in Kontakt. „Dafür wurde der ÖKOPROFIT-Klub gegründet“, sagt Hartmut Kremer vom Agendabüro der Stadt. Dieses sitzt zusammen mit der Mülheimer Wirtschaftsförderung M&B, der IHK und der Mülheimer Initiative für Klimaschutz im Lenkungskreis, der den Ablauf des Projekts prüft.

Firmen aller Branchen, die bereits an früheren Ökoprofit-Runden teilgenommen haben, treffen sich weiterhin regelmäßig, um sich auszutauschen und Experten-Vorträge zu hören. Zudem profitiere man voneinander, betont Hartmut Kremer: „Wenn ein Bäcker auf eine Baumschule trifft, entstehen viele neue Ideen.“

Mit der Reduzierung der Energie helfen die Teilnehmer nicht nur sich selbst, sondern auch der Kommune. „Die CO2-Einsparung fließt in die Klimabilanz der Stadt ein“, erklärt Natalia Balcazar. „Auf diese Weise engagiert man sich als Unternehmen für eine positive Klimabilanz vor Ort.“

Teilnehmende Betriebe:

• AWO Kreisverband Mülheim an der Ruhr e.V.

• Betriebe der Stadt Mülheim an der Ruhr

• Diakoniewerk Arbeit & Kultur gGmbH

• Essers Bedachungen GmbH

• Gera Chemie GmbH

• Haus der Wirtschaft

• iSAM AG

• Kreishandwerkerschaft Mülheim - Oberhausen

• medl GmbH

• RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH

 

Rezertifizierungen:

• FHF Funke + Huster Fernsig GmbH

• Mülheimer Wohnungsbau eG

• SIEMENS AG Power Generation/Energy Group

• Vallourec & Mannesmann Tubes DEUTSCHLAND GmbH, Werk Mülheim

• Verlag an der Ruhr GmbH


Weitere Informationen

ÖKOPROFIT Mülheim an der Ruhr

 




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